Was lange währt, wird bekanntlich gut…
Aber beginnen wir von vorn:

Vorgeschichte

So sah es 3 Monate aus

So sah es 3 Monate aus

Noch bevor eigentlich eine Erhöhung der (durchschnittlichen) Mitgliederzahlen ins Auge gefasst wurde, war der Wunsch nach mehr Platz in unserem Haus geboren. Wir lebten zu fünft in einem Kaskadendom K3 und obwohl dies völlig OK war, wollte Herrchen gern anbauen.
Frauchen, als Großgruppenbegeisterte, schmiedete dann eines Tages einen gemeinen Plan, der eine Lawine ins Rollen brachte, die am Ende in einer nie vorstellbaren Variante des Ausgangs mündete (können Lawinen münden? Oder rollen diese?)
Eines Tages entdeckte sie beim Durchstöbern einer Vermittlungsseite für Notf(a)ellchen 5 Damen im besten Alter, die mit Käfig und Zubehör wegen Aufgabe der Rattenhaltung zur Vermittlung standen. 3 Fliegen mit einer Klappe schlagen? Die Chancen waren gering, aber einen Versuch wars wert! Wir konnten also unser Rudel aufstocken, etwas Gutes tun, Erfahrungen mit größeren Gruppen sammeln und gleichzeitig unser Heim vergrößern! Na wenn das nichts ist!
Also zeigte sie dies unserem Herrchen und er war nicht abgeneigt! Super!
Schnell wurde Kontakt zur Rattenbesitzerin aufgenommen, der irgendwie nicht erwidert wurde. Frauchen versuchte es dann nochmal und diesmal klappte es. Nach langem Hin- und Her war der Deal perfekt und die 5 Nasen zogen bei uns ein. Nur leider klappte es irgendwie nicht, zum einen die Rudel zu verbinden, zum anderen auch die Heime.
Also sollte ein Selbstbau her, der auf lange Sicht dann die Gitter des Käfigs als Türen nutzen konnte. Aber auch hier waren die Planungen und Gedanken so schwergängig, dass zum Ende feststand: Es müssen weitere Kaskadendom-Module her!
So sollte es dann auch werden…

Hausplanungen

Soweit so gut! Doch was genau wollten wir für 10 Nasen in 2 Rudeln haben? Was schien vernünftig? Erste Zeichnungen machten die Runde und unsere Köpfe rauchten.

Planungsentwurf

Da Wunsch und Realität ja bekanntlich selten zusammen passen, kam am Ende ein Kompromis heraus, mit dem wir alle prima leben konnten.

Diese Zeichnung ging dann als Grobplanung mit unserer Bestellung raus, so dass schnell klar sein sollte, welche Veränderungen von einem Standart-Eurotravel-Dom wir benötigten.
Etliche Mails gingen hin und her und selbst eine Woche Urlaub der Kaskadendom-Chefin oder das fehlen einer Rechnungsadresse hielten uns nicht auf, auch wenn dies unsere Planungen weit nach hinten warf.
Am Ende war die Bestellung aufgegeben, nach einer Kontosperrung bei Frauchen (nein, nicht wegen Überziehung, sondern wegen Systemänderungen!) wurde die Rechnung durch Herrchen bezahlt und die ungeduldige Warterei ging los.

Aufbau

2 Wochen später kam die Versandbestätigung mit gleicher Ernüchterung, dass einige Teile noch fehlen und nachgeschickt werden würden. Aber zumindest waren dies unwesentliche Teile wie Leitern oder eine Wand.

Die Lieferung kommt!

Die Lieferung kommt!

Fast eine Woche später, dank Wochenende und Feiertag, begannen wir gemeinsam mit dem Aufbau. 4 große Pakete mussten wir auspacken! Wir halfen Frauchen beim Abnagen der Schutzfolien und füllten so 3 gelbe Säcke mit tollem Knallpapier!
Doch nachdem der Sockel stand und die erste alte Etage hätte aufgeschraubt werden können, kam die nächste Ernüchterung! Das Bodenblech passte nicht! Das gelieferte war eines für ein ET-Modul, aber wir brauchten laut Zeichnung einen Boden für ein altes K-Modul. Also rief Frauchen die Firma an. Da die Chefin nicht im Hause war, rief sie später dann zurück. Unsere Nachlieferung war

4 Pakete voller PLATZ für uns Nasen!

4 Pakete voller PLATZ für uns Nasen!

für diesen Tag zur Sendung angemeldet, aber zum Glück noch nicht abgeholt und sie wollte da dann gleich noch ein passendes Bodenblech mit einpacken – kostenfrei! Das nennen wir Service und Kundenfreundlichkeit :).

Wir schraubten dann zumindest noch ein paar Teile vor so gut es ging und waren erstaunt, wie gut sich der Dom zusammenschrauben ließ. Das hatten wir schwieriger in Erinnerung. Irgendwann kamen wir aber nicht weiter und ließen die Arbeit ruhen. Im ganzen Haus standen nun halbfertige Teile herum und

warteten auf das nächste Klingeln des Paketboten.
Laut der Firma Kaskadendom sollte das Paket 2 Tage später da sein, aber die Überwachung der Paketnummer sagte anderes. Auch am dritten Tag schienen wir keinen Erfolg zu haben, denn das Paket hatte das Hauptlager noch nicht verlassen. Frauchen und Herrchen gaben auf und planten ihr Wochenende ohne Dom-Aufbau. Kurz bevor sie das Haus verlassen wollten, schaute Herrchen (warum auch immer) noch einmal nach dem Paket und siehe da, plötzlich war es doch schon auf dem Weg zur Auslieferung. Also gab es keine Fahrradrunde für die beiden, sondern sie begannen damit, uns beim Schlafen zu stören und unser altes Heim abzubauen. (Dies war übrigens ein großes Glück für sie, denn ansonsten wären sie in einen tollen Regen geradelt ^^.)
Ab hier begann ein logistisches Meisterwerk, da die alten Teile unseres Heimes mit einem Teil von uns ja noch bewohnt waren und natürlich auch in ganz anderer Zusammensetzung wieder benötigt wurden.

Ja, wir Unidom-Bewohner wurden nicht ausgesetzt während des Umbaus!

Ja, wir Dom-Bewohner wurden nicht ausgesetzt während des Umbaus!

Herrchen und Frauchen schraubten und werkelten, nahmen auseinander, setzten zusammen und all das geschah, während vier tapfere Nasen in ihrem Bodenmodul ausharrten und schliefen…

Wir haben keine Ahnung mehr, wie sie es letzten Endes geschafft haben, aber irgendwann stand unser neues Heim. Jetzt fehlte nur noch ein wenig Feinschliff und natürlich das Einräumen der Etagen! Schon erstaunlich, wie leer diese wirken können, obwohl man sein gesamtes Zubehör verbauen kann…

Der Einzug

 

Als das wesentlichste eingerichtet war, sollten endlich die Tore geöffnet werden und wir konnten unser neues Heim betrachten. Neugierig erkundeten wir alles. Herrchen und Frauchen hatte ein kleines Labyrinth erschaffen! Zum Teil verliefen wir uns, trennten uns von der Gruppe und wussten vor Schreck gar nicht mehr, wie wir eigentlich wieder zurück finden sollten. Echt fies! Aber daran gewöhnt Ratz sich sicher. Endlich können wir toben und haben jede Menge Platz, sich auch mal aus dem Weg gehen zu können!

Der Aufwand und die Strapazen der letzten Wochen haben sich echt gelohnt :).

Unsere Rattenburg steht!

Unsere Rattenburg steht!

Der Auslauf

Auch unser Auslauf unterlag einer riesigen Veränderung. Entgegen der klassischen Variante, dass unser Domizil an die Wand gehört, steht dieses nun frei im Raum, so dass wir einen Bereich hinter dem Heim ebenfalls zum rennen und toben nutzen können. Zusätzlich zu der Ecke, die wir vorher auch schon hatten.

Hier laufen jedoch die Bauarbeiten noch. Sobald auch hier mehr zu erzählen ist, wird dieser Artikel natürlich aktualisiert.