Wir sind die Mitglieder der dritten Generation der Ratzelbande.

1994 zogen die ersten Ratten bei Frauchen ein, aber erst mit Entdeckung des Internetzeitalters um 2002 entstand der Name „RATZELBANDE“, den es so im Netz nicht weiter gab. Mittlerweile nennen sich jedoch viele Rattengruppen „RATZELBANDE“, aber wir können mit Stolz behaupten, damals die ersten gewesen zu sein ^^.

Die damalige Generation der Ratzelbande bestand aus ingesamt 6 Jungs und ihren vielen Einzel- und Doppelvorgängern. Eigentlich sollte Ihre Ära viel länger sein und vor allem nie zu Ende gehen. Aber erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt…

Unser Frauchen erzählte uns, dass sie damals mit dem Studium fertig war und nicht wusste, wohin sie das Schicksal verschlagen würde. Also ließ sie die Ratzelbande „aussterben“, in dem sie keine neuen Mitglieder hinzusetzte…

Sie wollte schon gern wieder, aber am Ende waren es ihre Vermieter, die ihr einen Strich durch die Rechnung machten. Der Traum platzte.

Zumindest bis zu jenem Tag, als Lisa und Bart sie im Tierheim sahen. Die beiden kannten sie nicht, aber irgendwie war sie anders als die anderen, die bisher den Raum betraten.

Später erzählte Frauchen uns, dass sie daheim ganz schön zu kämpfen hatte, um den beiden das Schicksal „Tierheim“ zu ersparen. Aber sie schaffte es! Damit war die zweite Generation der RATZELBANDE geboren…

Nur bestand sie diesmal nicht aus Kerlen, sondern aus Weibern. Gut, Bart war ein Kerl, aber der musste seine Männlichkeit erst verlieren, bis er einziehen durfte… Aber das hatte Frauchen vorher schon eingerührt gehabt, denn im Tierheim saßen die beiden in getrennten Käfigen! Und selbst wenn der Umzug zu ihr nicht hätte klappen sollen, wäre durch die Übernahme der Kastrationskosten zumindest sicher gestellt gewesen, dass die beiden zusammen sitzen könnten.

Wir freuen uns, dass das alles so gut geklappt hat und es endlich wieder eine Ratzelbande gibt! Vor allem aber freuen wir uns, dass es nun wieder eine Möglichkeit mehr gibt, dem Tierheim zu entkommen oder aus anderen Verhältnissen heraus eine zweite Chance auf ein artgerechtes Leben zu erhalten…

Mittlerweile sind wir nach Berlin gezogen und haben seitdem 2 Menschen, die sich liebevoll um uns kümmern. Zwar haben wir bisher auch immer bei zwei Menschen gelebt, aber von beiden gefüttert, gesäubert, bespielt und beschmust zu werden, gabs bis dahin nicht. Das ist echt toll und deswegen konnten wir im Juni 2011 auch unser Rudel ein wenig vergrößern, um nicht zu sagen, verdoppeln…

Im März 2013 ging unter Tränen auch das letzte Mitglied der zweiten Generation hinter die Regenbogenbrücke. Es schlossen sich drei stille Quarantänemonate an, in denen geputzt, gereinigt, geschraubt, geschrubbt, zerlegt, gebaut, desinfiziert und geputzt wurde. Ende Juni hielt Frauchen dann bewusster Ausschau nach neuen Mitgliedern. Fündig wurde sie in Leipzig, wo gerade eine Einfangaktion stattfand und Platzmangel herrschte. Am 7.7.2013 zogen drei dieser Nasen ein und stellen Herrchen und Frauchen nun vor eine neue Herausforderung, denn sie sind nicht nur wild aufgewachsen, sondern eine der Nasen hat auch einen Wildrattenvater.